Abgelehnt (1. Platz)

0Ja0%Ja
0Enthaltung0%Enthaltung
0Nein0%Nein

Drucksache 1183/18

eingereicht von: Oberbürgermeister

Beschlussvorschlag

01
Der Stadtrat nimmt den Seniorenbericht 2018 zur Kenntnis.

02
Der Stadtrat beschließt die im Seniorenbericht 2018 abgeleiteten seniorenpolitischen Leitlinien.

03
Der Stadtrat beschließt die im Seniorenbericht 2018 empfohlenen Maßnahmen und beauftragt den Oberbürgermeister mit deren Umsetzung nach Maßgabe der in den Haushalten zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel. Der Maßnahmenkatalog zur Stärkung der ambulanten pflegerischen Versorgung in der Landeshauptstadt Erfurt (DS 1752/13) wird dadurch ersetzt.

04
Der Seniorenbericht wird samt einer Evaluierung der Maßnahmen spätestens im Jahr 2022 fortgeschrieben.

Anlagenverzeichnis

Sachverhalt

Die demographische Entwicklung und der damit einhergehende Wandel der Altersstruktur werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu umfassenden gesellschaftlichen und bevölkerungspolitischen Veränderungen führen. Die Anzahl der 65-jährigen und älteren Bevölkerung, der hochbetagten und pflegebedürftigen Personen ist in den vergangenen Jahren auch in Erfurt deutlich angestiegen und wird bis zum Jahr 2040 voraussichtlich noch weiter zunehmen.
Die Landeshauptstadt Erfurt sieht sich in Anbetracht dieser gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mit der Herausforderung konfrontiert, diese Entwicklungen zu erkennen, zu beobachten und sich mit deren Konsequenzen für die kommunale Daseinsvorsorge, das soziale Zusammenleben, die soziale Teilhabe und die barrierefreie Gestaltung frühzeitig auseinanderzusetzen. Ziel ist es, die Lebensbedingungen entsprechend der Bedürfnisse einer stetig älter werdenden Bevölkerung so zu gestalten, dass ein selbstbestimmtes und selbständiges Leben im Alter und auch bei Pflegebedürftigkeit solange wie möglich sichergestellt wird. Der Stadtverwaltung Erfurt kommt hierbei ein wesentlicher Gestaltungs- und Steuerungsauftrag zu. Hierfür bedarf es umfassender strategischer Überlegungen unter Einbeziehung der Bevölkerung, Kommunalpolitik, Ämter und Akteure. Nicht ein Amt oder eine Institution allein ist für die Bewältigung der durch die demographische Entwicklung veränderten Bedarfe zuständig. Hier ist ein Zusammenspiel aller Akteure, Querschnittsdenken und integriertes Handeln gefragt, denn die bevölkerungsbedingten Veränderungen wirken sich auf verschiedene Lebensbereiche aus. Die Berücksichtigung der Wünsche und Bedürfnisse der Zielgruppe selbst bildet einen zentralen Bestandteil dieser Überlegungen.
Mit dem vorliegenden Seniorenbericht werden auf der Grundlage einer Ist-Analyse die wesentlichen Lebensbedingungen der älteren und älter werdenden Erfurter Bevölkerung dargestellt. Es werden Schlussfolgerungen für die kommunale soziale Infrastruktur gezogen und zukünftige Bedarfe untersucht. Darüber hinaus werden konkrete kommunalpolitische Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt und seniorenpolitische Leitlinien als Grundverständnis für das kommunale und kommunalpolitische Handeln abgeleitet.

Der Seniorenbericht 2018, die hierin empfohlenen Maßnahmen und seniorenpolitischen Leitlinien sind das Ergebnis eines umfangreichen Beteiligungsprozesses, bei dem die Bürger, Akteure aus der Senioren- und Pflegearbeit sowie weiterer Akteure, die Ortsteilbürgermeister/- räte, Stadtratsfraktionen und Ämter der Stadtverwaltung einbezogen wurden.

Die konkreten finanziellen Auswirkungen können aufgrund der allgemeinen Maßnahmenformulierung noch nicht benannt werden. Bei der Umsetzung der Maßnahmen wird eine haushälterische Untersuchung erforderlich sein.

Keine Verbesserungsvorschläge